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Gensingen (ddp-rps). Die Wildschweinbestände in rheinland-pfälzischen Wäldern sind durch die Jagd merklich zurückgegangen. «Wir rechnen in diesem Jahr mit einem neuen Rekord von bis zu 70 000 abgeschossenen Tieren», sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Erhard Bäder, im ddp-Interview in Gensingen. Damit hoffen die Jäger, mehr Tiere abgeschossen zu haben, als im Jahr 2008 neu hinzugekommen sind. Bäder rechnet für das Frühjahr mit einem Bestand von «grob geschätzt» knapp 90 000 Wildschweinen. Genaue Zahlen stünden erst nach Abschluss des Jagdjahres 2008/2009 fest, das am 31. März endet.

Der bisherige Abschussrekord lag laut Bäder bei knapp 67 000 Tieren im Jagdjahr 2003/04. Noch in den 1970er Jahren hätten die Jäger lediglich zwischen 8000 und 10 000 Wildschweine pro Jahr geschossen.

Trotz dieser Abschussrekorde rechnet Bäder für die Zukunft weiterhin mit einem sehr hohen Bestand an Schwarzwild. Ein Grund für die starke Vermehrung der Wildschweine sei die Maisanbaufläche, die sich in den vergangenen Jahren verzehnfacht habe. Der Mais sei nahrhaft und biete den Tieren zudem ein gutes Versteck.

Die milden Winter der vergangenen Jahre hätten zudem zu einer niedrigen natürlichen Sterblichkeit der Wildschweine beigetragen. Lediglich in diesem Winter sei das Nahrungsangebot an Früchten wie etwa Eicheln in den Wäldern knapp gewesen. Das sei auch der Grund für die zahlreichen Wildunfälle der vergangenen Monate. «Die Tiere mussten mobiler sein», sagte Bäder.

Um die Ausbreitung der Schweinepest einzudämmen, die auch auf Nutztiere übergreifen kann, hätten die Jäger zudem vermehrt Frischlinge geschossen. Diese Bestandsreduzierungen hätten sich aber auf die drei rechtsrheinischen Landkreise konzentriert, in denen die Tierseuche bereits nachgewiesen wurde. «Wir hoffen, dass wir, weil wir sehr schnell geimpft haben, der Sache schnell wieder Herr werden», sagte Bäder. (ddp)

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