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«Wir haben 2008 einen neuen Rekord beim Schwarzwildabschuss verzeichnet»

Gießen (ddp-hes). Die hessischen Wildschweinbestände sind im Jahr 2008 durch die verstärkte Jagd und das geringere Nahrungsangebot erheblich zurückgegangen. Nach ersten Schätzungen des Landesjagdverbandes sei die Population in den hessischen Wäldern von rund 250 000 Tieren auf 180 000 zurückgegangen, sagte Verbandssprecher Klaus Röther am Montag der Nachrichtenagentur ddp. Durch den strengen Frost seien im vergangenen Winter zudem viele Frischlinge erfroren.

«Wir haben 2008 einen neuen Rekord beim Schwarzwildabschuss verzeichnet», sagte der Sprecher. Bislang habe die Höchstmarke aus dem Jahr 2001 bei rund 73 000 erlegten Tieren gelegen. 2008 könnten es sogar bis zu 80 000 gewesen sein.

In den Jahren 2006 und 2007 war das Nahrungsangebot für die Wildschweine so groß, dass die Population auf bis zu 250 000 Tiere anwuchs. «Im letzten Herbst gab es so gut wie keine Früchte an den Buchen und Eichen», sagte Röther. Die Wildschweine mussten auf der Suche nach Nahrung lange Strecken zurücklegen und auch häufig Straßen überqueren. «Deshalb waren im letzten Herbst und Winter Wildunfälle auch so häufig», erläuterte Röther.

Auf der Nahrungssuche verschlug es das eine oder andere Wildschwein auch in Wohngegenden. Dabei durchwühlten die Tiere laut Röther Komposthaufen oder Fußballplätze auf der Suche nach Würmern oder Engerlingen.

In der Schonzeit zwischen Februar und Juni dürfen die Muttertiere, die Bachen, nicht geschossen werden. Doch da diese nach dem Winter nicht so gut im Futter stünden, bekämen sie auch weniger Junge, erläuterte Röther. Durch die geringeren Bestände erwartet der Verband, dass die Wildschäden nun zurückgehen. (ddp)

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