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Experte: Haustiere im Jugendstrafvollzug wirken positiv

Osnabrück (ddp-nrd). Im Jugendstrafvollzug sollten nach Ansicht der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung aus therapeutischen Gründen mehr Tiere eingesetzt werden. Der Umgang mit Hunden, Katzen oder Kaninchen wirke sich positiv auf die Persönlichkeit jugendlicher Straftäter aus und verbessere die Resozialisierungschancen bei ihrer Rückkehr in die Gesellschaft, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Hans-Dieter Schwind, am Montag in Osnabrück. Anlass war eine von ihm vorgelegte Studie »Tiere im Strafvollzug«.

Darin untersucht der Strafvollzugsexperte der Universität Osnabrück und ehemalige niedersächsische Justizminister, ob insbesondere Mitleidensfähigkeit (Empathie) innerhalb von Gefängnismauern durch eine tiergestützte Pädagogik aufgebaut werden kann. Nicht nur bei den Amokläufen von Emsdetten, Erfurt und Winnenden falle die geringe Empathie der Rechtsbrecher auf, sagte Schwind. »Geringe Empathie ist insbesondere für Intensivtäter generell typisch. Es ist ihnen gleichgültig, ob das Opfer leidet."

Laut Schwind zeigen Modellprojekte in den Justizvollzugsanstalten Vechta (Niedersachsen) und Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern), dass mit tiergestützter Therapie soziale Kompetenzen gestärkt werden könnten. Bundesweit komme die Therapieform mit dem Ziel der Wiedereingliederung von Straffälligen in die Gesellschaft bislang aber noch zu selten vor, kritisierte der Jurist. Vorbild müssten die USA sein, wo tiergestützte Therapie im Strafvollzug weit verbreitet sei.

Schwind war von 1978 bis 1982 Justizminister in Niedersachsen. (ddp)

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