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«Die Tiere ziehen durch die Gegend und suchen neue Gebiete, da wollen wir helfen»

Landau (ddp-rps). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Rheinland-Pfalz will mit einem neuen Projekt die Verbreitung der Wildkatzen in der Südpfalz fördern. «Die Tiere ziehen durch die Gegend und suchen neue Gebiete, da wollen wir helfen», sagte Projektleiterin Heike Krippner im ddp-Interview. Die Maßnahmen sollen vor allem den etwa 30 Wildkatzen im Bienwald an der südlichen Weinstraße zugute kommen.

Das Projekt «Rettet die Wildkatze in der Südpfalz», startet offiziell am Wochenende. Mit einem geschützten Wanderkorridor wollten die Naturschützer «vorhandene Lebensräume vernetzen», erläuterte Krippner. Der Lebensraum der bedrohten Tiere sei von landwirtschaftlich genutzten Flächen und Straßen zerschnitten. Neu angepflanzte Sträucher und Bäume sollen den Wildkatzen entlang eines Wanderkorridors Deckung bieten.

«Wir haben in Rheinland-Pfalz einen relativ guten Bestand im Vergleich zu anderen Bundesländern», sagte die Projektleiterin. Durch mit Sendern ausgestattete Tiere sei bekannt, dass die Wildkatzen aus dem Bienwald in Richtung französische Grenze ins Biosphärenreservat Pfälzerwald wandern wollten. «Die Jungtiere brauchen neue Reviere», betonte Krippner.

Freie Flächen und Straßen behinderten die Katzen jedoch bei der Wanderung. Die scheuen Waldbewohner benötigten viele Sträucher und Unterholz, in dem sie sich verstecken und Rastplätze finden könnten. Die Wanderstrecke von etwa neun Kilometern schafften die Tiere nicht an einem Tag. «Wir wollen viele Trittsteine schaffen», sagte Krippner. Von einer Vernetzung der Lebensräume würden zudem auch andere Tiere wie der Dachs oder Rotwild profitieren.

«Wir wollen das gemeinsam mit der Bevölkerung machen», hob Krippner hervor. Dazu suchten die Tierschützer Partner, die ihr Grundstück für die Pflanzaktionen zur Verfügung stellen oder Teile verkaufen oder verpachten. Allein für den Grundstückskauf stünden rund 100 000 Euro zur Verfügung. Bereits seit einem Jahr liefen die Vorbereitungen für das Projekt. «Bisher ist die Resonanz der Bevölkerung sehr positiv», sagte Krippner. (ddp)

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