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Daten werden per SMS an eine Empfangsstation übermittelt

Rietschen/Bonn (ddp-lsc). Um seine Wanderroute zu verfolgen ist ein Jungwolf in der Oberlausitz mit einem Sender versehen worden. Die Daten sollen Aufschluss darüber geben, wie sich Wölfe in zum Teil dicht besiedelten Gebieten verhalten, teilte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) am Dienstag in Bonn mit.

Unter anderem wollen die Forscher wissen, in welchem Alter die Tiere abwandern, und wie schnell, weit und zielgerichtet sie sich fortbewegen. Da diese Fragen nicht anhand eines einzelnen Wolfes beantwortet werden könnten, sollen künftig weitere Tiere mit einem Sender ausgestattet werden.

Der Sender lokalisiert sich den Angaben zufolge selbst über Satellit und übermittelt die Daten dann per SMS an eine Empfangsstation. Um die Batterie zu schonen, würden erst mehrere Positionen gesammelt, bevor sie übermittelt werden.

Der zehn Monate alte männliche Welpe, der am Freitag gefangen und mit dem GPS-GMS-Halsband ausgestattet wurde, gehört zum sogenannten Nochtener Rudel, in dem im vergangenen Jahr acht Tiere geboren wurden. Zwei von ihnen wurden Anfang dieses Jahres überfahren, ein drittes wurde erschossen.

In der Oberlausitz wurden 1998 die ersten Wölfe gesichtet, zwei Jahre später kamen vier Welpen zur Welt. Derzeit leben dort fünf Wolfsfamilien. Über den Verbleib der Jungwölfe, die in den vergangenen acht Jahren aus den Rudelterritorien abgewandert sind, gebe es bislang kaum Informationen, hieß es. (ddp)

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