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Die Deiche werden durch bisssichere Schutzmatten geschützt

Criewen (ddp-lbg). Der Biber hat sich den Nationalpark Unteres Odertal als Lebensraum erobert. 1995 zählten Naturschützer entlang der unteren Oder 6 Biberburgen, im vergangenen Jahr waren es 16. «Die Zahl der mittlerweile hier heimischen Biberfamilien wird auf 75 geschätzt», sagte der Leiter des Schutzgebietes Dirk Treichel am Dienstag in Criewen. Innerhalb der Totalreservate könne sich das geschützte Tier voll entfalten, hier habe sich der Mensch ohnehin aus der Nutzung zurückgezogen. Sollten die Tiere jedoch auch landwirtschaftlich genutzte Flächen in der sogenannten Schutzzone 2 durch den Bau von Staudämmen unter Wasser setzen, müssten diese Dämme zurückgebaut werden.

Für den Hochwasserschutz entlang der Oder sei indes gesorgt, sagte Treichel. Die Deiche werden durch bisssichere Biberschutzmatten geschützt. Sollte sich dennoch einmal ein Tier in den Deich hineingraben, werde er verjagt und der Bau wieder verfüllt.
Die Biber drängten immer mehr auch auf die Flächen außerhalb des Nationalparks, erläuterte der Vorsitzende des Nationalpark-Kuratoriums Karsten Stornowski, der gleichzeitig Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Welse ist. Er will den Biber von den landwirtschaftlich genutzten Flächen außerhalb von Schutzgebieten fernhalten. «Hier werden wir seine Bauten immer wieder zerstören müssen, um nicht riesige Flächen unter Wasser zu setzen. Wir brauchen ein effektives Biber-Management, das dem Tier an den geeigneten Standorten gute Lebensbedingungen sichert und es auf anderen Flächen verdrängt», sagte Stornowski weiter.

Bislang darf der Biber als vom Aussterben bedrohtes Tier nicht geschossen werden. Vereinzelt hatten Landwirte in der Region jedoch bereits gefordert, ihn zum Beschuss freizugeben. Der einstmals nahezu vollständig ausgerottete Biber hatte sich in den vergangenen Jahrzehnten sowohl von der Havel als auch von der Oder her in der Uckermark ausgebreitet. (ddp)

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