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«Bislang leben auf den neuen Flächen kaum Insekten»

Heidelberg (ddp-bwb). Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordert zum Schutz von gefährdeten Mauereidechsen einen sofortigen Stopp des Heidelberger Großbauprojektes «Bahnstadt». Die Stadt nehme mit dem Projekt «den Tod Hunderter streng geschützter Mauereidechsen in Kauf», kritisierte der NABU-Landesverband gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) am Montag in Stuttgart. Erst wenn gewährleistet sei, dass die Eidechsen in ihren neuen Ausweich-Lebensräumen überleben könnten, dürfe weiter gebaut werden.

Das Gelände des neu entstehenden Stadtteils Bahnstadt beherbergt den Angaben zufolge mit bis zu 5000 Exemplaren «eine der bundesweit größten Populationen der Mauereidechse». Diese Tierart hat den nach EU-Recht höchsten Schutzstatus. Deshalb müssen die Eidechsen auf neue Flächen umgesiedelt werden. Dort seien die insektenfressenden Tiere aber dem Hungertod ausgeliefert, kritisiert der NABU.

«Bislang leben auf den neuen Flächen kaum Insekten, da dort noch zu wenige Pflanzen wachsen.» Trotzdem habe die Stadt damit begonnen, die Tiere umzusiedeln. Daher habe der NABU der Deutschen Umwelthilfe und dem Bundesumweltministerium empfohlen, Heidelberg den Titel als «Bundeshauptstadt im Naturschutz» abzuerkennen, falls nicht binnen zwei Wochen ein Baustopp verhängt werde.

Die Mauereidechse gehört den Angaben zufolge zu den Reptilien und wird bis zu 22 Zentimeter lang. Sie ist von Nordspanien über Frankreich, Süddeutschland, Italien, Griechenland und die Balkanländer bis in die nordwestliche Türkei verbreitet. In Deutschland kommt sie vor allem im Südwesten vor. (ddp)

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