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Die Raubtiere sind nach den Bestimmungen des Naturschutzrechts streng geschützt

Reichwalde (ddp-lsc). Naturschützer haben für Hinweise auf den illegalen Abschuss eines Wolfes in der Lausitz eine Belohnung in Höhe von 10 000 Euro ausgesetzt. «Die Täter haben auf besonders perfide und schmerzhafte Art ein geschütztes Tier getötet», heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung von NABU, WWF, der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und des Freundeskreises freilebender Wölfe.

Den Bürgern in der Lausitz sollte damit offenbar «die Entscheidung über das Zusammenleben mit den Wölfen von vornherein verbaut werden», hieß es. Zugleich forderten die Verbände den Landesjagdverband auf, «eindeutig Position gegen den oder die Schützen zu beziehen». Der Freundeskreis freilebender Wölfe und der zuständige Landkreis haben zudem Anzeige gegen Unbekannt wegen des illegal getöteten Wolfes erstattet.

Ende Januar war in der Nähe des Tagesbaus Reichwalde eine junge Wölfin tot aufgefunden worden. Die Obduktion ergab, dass das Tier durch einen Bauchschuss getötet wurde. Es sei der erste in Sachsen illegal geschossene Wolf, nachdem diese Tierart im Jahr 1990 unter Schutz gestellt worden sei. Nach Angaben der Naturschützer lebte der Wolf möglicherweise noch einige Tage schwer verletzt, bevor er starb.

Wölfe unterliegen den Angaben zufolge nicht dem Jagdrecht und sind nach den Bestimmungen des Naturschutzrechts streng geschützt. Der illegale Abschuss eines Wolfes ist eine Straftat. In diesem Jahr wurden in Sachsen bereits drei Wölfe tot aufgefunden. Neben der erschossenen Wölfin kamen zwei Wölfe durch Zusammenstöße mit Fahrzeugen ums Leben. Insgesamt gibt es in Sachsen fünf Wolfsrudel mit 35 bis 45 Tieren. (ddp)

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