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Viele Menschen können sich die Futter- und Tierarztkosten einfach nicht mehr leisten

München (ddp-bay). Immer mehr Haustierbesitzer in Bayern müssen sich aus Kostengründen von ihren Tieren trennen. «´Hartz IV´ ist mittlerweile der Hauptgrund, wenn ein Tier im Heim abgegeben wird», sagte der Präsident des bayerischen Landesverbandes des Tierschutzbundes, Berthold Merkel, am Freitag im ddp-Interview in München. Allein bei den Hunden betrifft dies nach Merkels Schätzung 30 bis 40 Prozent der abgegebenen Tiere. Bayernweit seien das rund 1000 bis 1200 Tiere pro Jahr.

Viele könnten sich die Futter- und Tierarztkosten einfach nicht mehr leisten. Besonders für Arbeitslose, Geringverdiener und auch Rentner werde es immer schwerer. «Altersarmut ist Realität», betonte Merkel. Und dies wirke sich auch auf diese Weise aus.

Deshalb fordert Merkel Nachbesserungen bei den «Hartz-IV»-Regelungen. «Wenn jemand arbeitslos wird, gehen ihm oftmals Freundes- und Bekanntenkreis auch flöten», sagte der Tierschützer. Die Menschen seien dann ohnehin «schon isoliert». Haustiere hätten hier eine nicht zu unterschätzende soziale und pädagogische Funktion.

Merkel hofft, dass eine Möglichkeit geschaffen wird, «auf Antrag und mit Augenmaß» Ausnahmeregelungen für geringverdienende Tierbesitzer zu finden, etwa durch eine Befreiung von der Hundesteuer. Die abgegebenen Tiere seien schließlich auch eine finanzielle Belastung für die Kommunen.

Mindestens vier Wochen müssten sie im Tierheim versorgt werden, bevor sie an einen neuen Besitzer vermitteln werden könnten. Und alte Tiere oder solche, die «jahrelang mit ihrem Besitzer in einer Symbiose gelebt haben», seien bekanntermaßen schwer zu vermitteln. Merkel hofft, dass der Gesetzgeber hier eine Lösung findet und Haustiere zukünftig als soziale Komponente betrachtet.(ddp)

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