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Tierparks investieren in artgerechtere Tierhaltung und neue Präsentationen

Schwerin (ddp-nrd). Zehn Jahre nach Verabschiedung der EU-Zoorichtlinie entsprechen die Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern weitgehend den von Brüssel geforderten Standards für die artgerechte Haltung von Wildtieren. Durch den Umbau von Tiergehegen präsentieren die Zoos inzwischen die Mehrzahl ihrer Tiere in weitgehend naturnahen und zugleich attraktiven Anlagen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur ddp ergab.

Andererseits verzichteten die Einrichtungen auch auf einige Tierarten und gaben sie an dafür besser geeignete Einrichtungen ab. Nach Angaben der Tierpark-Chefs wird der neue Trend von den Besuchern honoriert. Fast alle Einrichtungen meldeten seit Jahren steigende Gästezahlen. Geplant sind weitere Schaugehege und Präsentationen. Der gegenwärtige Investitionsbedarf liegt bei mehr als 40 Millionen Euro.

Allein in Rostock sollen in den nächsten Jahren rund 30 Millionen Euro in den Umbau von Tiergehegen fließen, darunter in die Elefanten- und Bären-Anlagen. Der landesweit größte Tierpark, der 2008 rund 520 000 Gäste zählte, plant ein sogenanntes Darwineum. In der 22 Millionen Euro kostenden Anlage sollen Menschenaffen gehalten und ihre evolutionsgeschichtliche Entwicklung dargestellt werden. Vorgesehen ist auch der Umbau des Huftiergeheges zu einer großzügigen Afrika-Anlage.

Schwerin plant 2009 den Neubau einer sechs Millionen Euro teuren Südamerika-Anlage sowie ein Froschhaus. Mit Spannung wird neben eigenem Nachwuchs bei den Giraffen auch ein Breitmaulnashorn aus Südafrika erwartet. Das Weibchen Clara soll mit dem Schweriner Nashorn Limpopo möglichst eine Familie gründen, wie der Zoo, den 2008 rund 215 000 Gäste besucht haben, hofft.

Auch die Luchse in Wismar bekommen in diesem Jahr ein neues, großzügigeres Heim. Der Tierpark habe 2008 mit 108 000 Besuchern ein tolles Jahr erlebt, sagte eine Sprecherin. Für 2009 werde unter anderem Nachwuchs bei den Wisenten, Hirschen, Kattas und Straußen erwartet. Im Tierpark Ueckermünde, der offizieller Kooperationspartner der Bundesgartenschau (BUGA) in Schwerin wird, wurde eine neue Schneeeulen-Voliere errichtet. Hier werde auch über die Wiederbesiedlung des Festlandes am Stettiner Haff nach der Eiszeit durch Wölfe und die als Tarpane bezeichneten Europäischen Wildpferde informiert, sagte Tierpark-Leiter Helge Zapka.

An einer Raubtier-WG für Wölfe, Braunbären, Luchse und Wildkatzen baut gegenwärtig der Natur- und Umweltpark Güstrow. In einem Palisadencamp wird zudem eine Ausstellung über die Rückkehr der einheimischen Raubtiere in Deutschland vorbereitet. Für etwa 150 000 Euro soll bis 2011 auch eine große Flugvoliere für Seeadler entstehen. Der Tierpark Greifswald will in diesem Jahr seine Anlage für Bauernhoftiere sowie die Gehege für Otter und Wellensittiche erweitern. Stralsund feiert 2009 sein 50. Zoojubiläum und lockt unter anderem mit einer neuen Leopardenanlage. Außerdem hoffe man, dass sich erstmals Nachwuchs bei den Steinadlern einstellen werde, sagte ein Sprecher.

Dank zahlreicher Spenden kann der Tierpark in Wolgast in diesem Jahr ein neues Gehege für Erdmännchen einweihen. Die Einrichtung, die 2008 rund 30 000 Gäste zählte, will ihre Besucher mit jungen Kapuziner- und Krallenäffchen überraschen. Das Meeresmuseum Stralsund kündigte zur Saison 2009 die Eröffnung einer neuen Aquarienschau über die Mittelmeer-Tierwelten an. Im Vogelpark Marlow, wo Nachwuchs bei Alpakas, Zwergottern und Addaxantilopen erwartet wird, ist ein Wasserspielbereich für Kinder geplant. (ddp)

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