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Erfolgreiche Nerzauswilderung im Saarland

Saarbrücken/Osnabrück (ddp-rps). Der Europäische Nerz hat offenbar im Saarland eine neue Heimat gefunden. Das auf drei Jahre angelegte Auswilderungsprojekt des Vereins Euro-Nerz unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Osnabrück sei erfolgreich verlaufen, sagte der Vorsitzende von Euro-Nerz Wolfgang Festl der Nachrichtenagentur ddp. Bei den 74 Tieren, die im Saarland seit dem Jahr 2006 ausgesetzt wurden, seien bisher lediglich 20 Todesfälle registriert worden.

Festl, der mit einer Verlustquote von bis zu 90 Prozent gerechnet hatte, geht davon aus, dass sich die Nerz-Population bereits stabilisiert hat. Es gebe erste Hinweise auf in freier Wildbahn geborene Tiere. Weitere Auswilderung sei deshalb vorerst nicht mehr geplant.

Jetzt beginne eine mehrjährige Überwachungsphase, sagte die wissenschaftliche Leiterin des Projektes, Elisabeth Peters. Dabei gehe es um gezielte Nachweise der Ausbreitung der Nerze und ihr soziales Verhalten.

Die Auswilderung des Europäischen Nerzes im Saarland basiert auf einer Initiative von Euro-Nerz, dem Zweckverband Ill-Naturierung und dem Naturschutzbund (NABU) Saar. Das Projekt wurde bisher vom saarländischen Umweltministerium mit rund 150 000 Euro unterstützt. Auch an der geplanten Überwachung wird sich das Ministerium finanziell beteiligen. Beim NABU Saar geht man davon aus, dass sich die Nerzpopulation nach Rheinland-Pfalz in den Hunsrück, über die französische Grenze, wie auch nach Luxemburg ausbreiten könnte.

Der Europäische Nerz gilt in Deutschland seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts als ausgestorben. Kleinere Bestände gibt es nur noch in Westfrankreich, Nordspanien, Russland und Rumänen. (ddp)

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