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Kritik an Vorgehen der Behörden bei der Rettung von Wellensittichen

Berlin (ddp-bln). Nach dem Abtransport von über 1000 Wellensittichen aus einer Wohnung in Berlin-Spandau wird Kritik von Tierschützern an der Aktion laut. «Wir wissen nicht, weshalb nicht alle Vögel abgeholt wurden», sagte Ursula Bauer von Aktion Tier am Donnerstag. Laut Angaben der Organisation befanden sich am Donnerstag immer noch mehrere Hundert Vögel in der Wohnung des Frührentners.

Nach Schätzungen des Bezirksamts Spandau hat der 60-Jährige über 1600 Vögel in seiner 62 Quadratmeter großen Wohnung gehalten. Ursprünglich waren die Behörden von weit weniger Tieren ausgegangen. Wegen der hohen Anzahl sind die Aufnahmekapazitäten des Berliner Tierheims erschöpft.

Nach Ansicht Bauers «treibt es jedem Vogelliebhaber die Tränen in die Augen», was nach der behördlich organisierten Fangaktion zurückgeblieben sei. In der Wohnung lägen tote Nestlinge, einzelne Köpfchen und zerbrochene Eier herum. In mehreren Nistkästen säßen zudem verwaiste Jungvögel, deren Eltern gefangen und abtransportiert worden seien. Diese Küken hätten keine Überlebenschance, da die Handaufzucht äußerst schwierig sei, betonte die Biologin.

Am Dienstag war mit dem Einfangen und dem Abtransport der Sittiche und Kanarienvögel begonnen worden. Anwohner hatten sich zuvor über Lärm- und Geruchsbelästigung beschwert. Die Fußböden in der Wohnung waren mit Vogelkot verdreckt, die Wände verschimmelt.

Rund 800 Tiere hat das Berliner Tierheim aufgenommen, weitere knapp 400 Vögel kamen bei Einrichtungen in Hamburg und Bremen oder bei Züchtern unter. Auch das Tierheim in Mannheim unterstützt die Berliner Kollegen und nimmt Wellensittiche auf. Wann die weiteren Vögel aus der Wohnung geholt werden, war am Donnerstag noch unklar. (ddp)

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